Checkliste

checkboxWelche Wärmequelle ist für Sie am sinnvollsten?


Die verschiedenen Methoden, mit denen eine Wärmepumpe Energie produziert, haben wir an anderer Stelle ausführlich beschrieben. Hier eine kurze Zusammenfassung:

Die Nutzung von Erdwärme über Erdsonden (tiefe Geothermie) ist weit verbreitet und sehr zuverlässig. Dazu werden ein oder mehrere Bohrungen vorgenommen. Ein Vorteil ist der geringe Flächenbedarf.

Man kann Erdwärme (oberflächennahe Geothermie) auch über Flächenkollektoren nutzen. Dazu wird auf dem Grundstück in einem Meter Tiefe ein langer Schlauch in Schleifen verlegt. Bei dieser Methode brauchen keine aufwändigen Bohrungen vorgenommen werden, gleichzeitig muss ein großer Teil Ihres Grundstücks - das zudem groß genug sein muss - aufgegraben werden.

Nutzt man stattdessen die Außenluft als Wärmequelle, ist die Installation deutlich unkomplizierter, denn Bohr- und Erdarbeiten entfallen ganz. Nachteil des Systems: Bei tiefen Außentemperaturen sinkt der Wirkungsgrad der Wärmepumpe.

 

checkboxDimensionierung


Der Dimensionierung der Heizanlage sollte besondere Bedeutung beigemessen werden. Das Wärmepumpensystem muss:

A) Ihr Haus das ganze Jahr über auf wirtschaftliche Weise mit Wärme versorgen.
B) auch an den kältesten Tagen des Jahres ausreichend Leistung bringen.

Bei einer größeren Wärmepumpe fallen höhere Anschaffungskosten an, gleichzeitig gewährleistet sie niedrigere Betriebskosten. Umgekehrt fallen bei einer kleineren Wärmepumpe niedrigere Anschaffungskosten an, während die Betriebskosten höher sind. Deshalb können Sie mit einer auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten Dimensionierung für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Anschaffungs- und Betriebskosten sorgen.

Um allen Anforderungen gerecht zu werden, sind unsere Wärmepumpen in einem großen Leistungsspektrum erhältlich.

 

checkboxWie lässt sich die versprochene Leistung der verschiedenen Wärmepumpen-Anbieter vergleichen?


Der Wirkungsgrad (COP = Coefficient Of Performance, Leistungskoeffizient) gibt die abgegebene Heizleistung einer Wärmepumpe im Vergleich zur aufgewendeten elektrischen Antriebsleistung an. COP 3 bedeutet beispielsweise, dass das Dreifache der aufgewendeten Leistung in nutzbare Wärmeleistung umgesetzt wird. Aus einem Kilowatt Elektrizität entstehen 3 Kilowatt Heizenergie. Mit anderen Worten beträgt die Nettoausbeute in diesem Beispiel zwei Drittel.

Doch das ist nicht die ganze Wahrheit. Der Wirkungsgrad ist nämlich nicht konstant. Er schwankt mit der Außentemperatur, oder genauer gesagt mit der Differenz zwischen Innen- und Außentemperatur. Die Faustregel lautet: Je größer die Differenz, d.h. je niedriger die Außentemperaturen, desto geringer der Wirkungsgrad.

Wenn Sie den Wirkungsgrad verschiedener Wärmepumpen vergleichen, sollten Sie immer bedenken, dass er bei einem bestimmten Betriebsfall ermittelt wird, zum Beispiel bei 0 °C/35 °C. In diesem Fall hält die zugeführte Kälteträgerflüssigkeit 0 °C und die Wärmepumpe gibt 35 °C an das Heizsystem ab. Oftmals werden bei der Ermittlung des Wirkungsgrads die Umwälzpumpen des Systems außer Acht gelassen. In diesem Fall ist die Angabe für Sie als Verbraucher wertlos.

Interessant ist vielmehr, welchen durchschnittlichen Wirkungsgrad eine Wärmepumpe im Jahresverlauf erreichen kann - sommers wie winters, Tag und Nacht. Diesen Wert nennen wir Jahreswirkungsgrad. In diesem Punkt können sich die verschiedenen Fabrikate stark unterscheiden.

Der Markt für Luft-Wärmepumpen ist relativ unüberschaubar. Die Preisunterschiede sind häufig sehr groß, was durch die unterschiedliche Leistung und Funktion der Geräte bedingt ist. Vergewissern Sie sich immer, wie effektiv die Wärmepumpe bei extrem niedrigen Außentemperaturen arbeitet. Eine gute Wärmepumpe sollte selbst bei -20 °C Energie aus der Außenluft gewinnen können.

checkboxFernsteuerung

Manche Wärmepumpen können mithilfe von Online-Tools ferngesteuert werden. So können Sie zum Beispiel im Urlaub die Temperatur kurz vor der Heimreise wieder auf Normal stellen - von einem beliebigen Computer mit Internetzugang aus.

checkboxKomfortkühlung

  

Passive Kühlung
Haben Sie sich in heißen Sommern schon einmal nach einer angenehm kühlen Raumtemperatur gesehnt? Mit einer Wärmepumpe wird dieser Traum Wirklichkeit! Produziert wird passive Kühlung durch die im Kollektor zirkulierende Kühlflüssigkeit. Und das Beste: Der Energieverbrauch entspricht dem von ein paar Glühlampen. Diese Technik nennt man passive Kühlung. Sie ist mit Ausnahme von Luft-Wärmepumpen mit allen Wärmepumpenlösungen möglich.

In der Regel brauchen Sie eine Kühleinheit, die als Zubehör erhältlich ist.

Aktive Kühlung
Wenn passive Kühlung nicht ausreicht, können bestimmte Wärmepumpen mit einer Kühleinheit aufgerüstet werden, die mithilfe des Kompressors mehr Kälte produziert. Siehe Seite 29 dieser Broschüre.

Anforderungen im Überblick